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<title>Medienmitteilungen</title>
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<description><![CDATA[Medienmitteilungen|Schweizerische Medizinische Gesellschaft für Phytotherapie SMGP]]></description>
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<image><title>Medienmitteilungen</title>
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<title>NZZ schreibt über Phytotherapie</title>
<link>https://smgp-sspm.ch/medienmitteilungen/detailview/article/119133</link>
<description><![CDATA[Dass die Phytotherapie nicht nur wirkt, sondern auch in vielen Fällen die Wirkmechanismen bekannt bzw. erforscht werden, hat die NZZ erkannt und diese Thematik...]]></description>
<pubDate>Tue, 28 May 2024 10:51:51 +0200</pubDate>
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<category>Allgemein</category>
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<category>Artikel</category>
<category>Medienmitteilungen</category>
<category>Medienmitteilungen 2024</category>
<category>2024</category>
<content:encoded><![CDATA[&lt;![CDATA[<div style="-webkit-line-break:after-white-space; -webkit-nbsp-mode:space; -webkit-text-stroke-width:0px; color:#000000; letter-spacing:normal; orphans:auto; text-align:start; text-indent:0px; text-transform:none; white-space:normal; widows:auto; word-spacing:0px; word-wrap:break-word">Dass die Phytotherapie nicht nur wirkt, sondern auch in vielen Fällen die Wirkmechanismen bekannt bzw. erforscht werden, hat die NZZ erkannt und diese Thematik einen Artikel gewidmet, indem auch Fachpersonen bzw. Wissenschaftler befragt werden.<br type="_moz"></div><div>Hier geht es direkt <a data-cke-saved-href="https://www.nzz.ch/wissenschaft/pflanzliche-arzneimittel-wie-phytopharmaka-im-koerper-wirken-ld.1812543" target="_blank" href="https://www.nzz.ch/wissenschaft/pflanzliche-arzneimittel-wie-phytopharmaka-im-koerper-wirken-ld.1812543">&gt;&gt; zum Artikel</a> oder <a data-cke-saved-href="https://www.smgp-sspm.ch/public/document/download/249005" target="_blank" href="https://www.smgp-sspm.ch/public/document/download/249005">download pdf</a><br type="_moz"></div>]]&gt;]]></content:encoded>
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<title>Zeitungsartikel zum Thema Fenchelprodukte</title>
<link>https://smgp-sspm.ch/medienmitteilungen/detailview/article/118216</link>
<description><![CDATA[In einem Zeitungsartikel (oder als pdf), der am 26. April 2024 im Tages-Anzeiger (Autorin Anke Fossgreen) erschienen ist, nimmt Dr. sc. nat. Beatrix Falch, Vizepräsidentin...]]></description>
<pubDate>Tue, 30 Apr 2024 15:15:50 +0200</pubDate>
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<category>Allgemein</category>
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<category>Artikel</category>
<category>Medienmitteilungen</category>
<category>Medienmitteilungen 2024</category>
<category>2024</category>
<content:encoded><![CDATA[&lt;![CDATA[<p><span class=" break-words"><span><span dir="ltr" class="text-view-model">In einem <a data-cke-saved-href="https://www.tagesanzeiger.ch/gesundheit-und-fencheltee-moegliches-risiko-wegen-estragol-671418784795" href="https://www.tagesanzeiger.ch/gesundheit-und-fencheltee-moegliches-risiko-wegen-estragol-671418784795" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Zeitungsartikel</a> (oder als <a data-cke-saved-href="https://www.smgp-sspm.ch/public/document/download/245372" target="_blank" href="https://www.smgp-sspm.ch/public/document/download/245372">pdf</a>), der am 26. April 2024 im Tages-Anzeiger (Autorin Anke Fossgreen) erschienen ist, nimmt Dr. sc. nat. Beatrix Falch, Vizepräsidentin der SMGP, differenziert Stellung zur Neueinschätzung von Fenchelprodukten durch die Swissmedic.<br><br>Eine detaillierte Stellungnahme zum Thema finden Sie auch auf der <a data-cke-saved-href="https://smgp-sspm.ch/medien_mitteilungen/detailview/article/117864/eyJlIjoiMjQ2NzI2IiwiaSI6bnVsbH0=" target="_blank" href="https://smgp-sspm.ch/medien_mitteilungen/detailview/article/117864/eyJlIjoiMjQ2NzI2IiwiaSI6bnVsbH0=" rel="noopener noreferrer">Website der SMGP</a>.</span></span></span><br type="_moz"></p>]]&gt;]]></content:encoded>
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<title>Neueinschätzung von Fenchelfrüchten durch die Swissmedic</title>
<link>https://smgp-sspm.ch/medienmitteilungen/detailview/article/117864</link>
<description><![CDATA[Die Diskussion um den Estragolgehalt in Fenchelfrüchten wird schon seit Jahren – u.a. auch in den Weiterbildungskursen der Schweizerischen Medizinischen Gesellschaft...]]></description>
<pubDate>Sun, 28 Apr 2024 22:26:13 +0200</pubDate>
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<category>Aktualität</category>
<category>Stellungnahmen</category>
<category>Medienmitteilungen</category>
<category>Medienmitteilungen 2024</category>
<content:encoded><![CDATA[&lt;![CDATA[<p>Die Diskussion um den Estragolgehalt in Fenchelfrüchten wird schon seit Jahren – u.a. auch in den Weiterbildungskursen der Schweizerischen Medizinischen Gesellschaft für Phytotherapie (SMGP) – geführt. Nun hat Swissmedic am 6.3.2024 eine vorläufige Empfehlung zum «Fencheltee für Schwangere, Säuglinge und Kinder unter 4 Jahren» bekanntgegeben. Konkret empfiehlt die Swissmedic Fenchelprodukte während einer Schwangerschaft und in der Stillzeit nicht anzuwenden. Die Abgabe an Kinder unter 4 Jahren sollte nur in Rücksprache mit einer Medizinalperson erfolgen. <br type="_moz"></p><h4>Eine übliche Vorgehensweise<br type="_moz"></h4><p>Das HMPC (Herbal Medicinal Product Committee), welches seit 2004 als Ausschuss der EMA (European Medicines Agency) fungiert, ist in der Europäischen Union dazu autorisiert, pflanzliche Arzneidrogen in die Kategorien «well-established use» (= anerkannte medizinische Wirkung und akzeptierte Unbedenklichkeit) und «traditional use» (= traditionelles Arzneimittel) einzuordnen. Diese Erkenntnisse werden in Form von Monographien publiziert und sind auf der Website der EMA einsehbar. Rund alle 5 Jahre sollte so eine Monographie wieder überprüft und ggf. überarbeitet werden. Sowohl den initialen Monographien als auch den Überarbeitungen gehen ausführliche internationale (nur EU) wissenschaftliche Konsultationsprozesse voraus, die in umfangreichen Anhängen dokumentiert sind. Eine aktuelle Überarbeitung liegt nun für Fenchelfrüchte (Foeniculi dulcis/amari fructus // <em>Foeniculum vulgare</em> Miller subsp. <em>vulgare </em>var. dulce / var. vulgare) vor, die ausschliesslich als traditionelles Arzneimittel («traditional use») eingestuft sind. Die beiden ursprünglichen Monographien von 2007 wurden in einigen Bereichen aufgrund einer Neueinschätzung der Studienlage, insbesondere bzgl. negativer Auswirkungen von reinem Estragol im Tierversuch, angepasst. Fenchelfrüchte enthalten – wie auch eine Reihe anderer pflanzlicher Nahrungsmittel – Estragol. Estragol ist dabei ein Teil des Vielstoffgemisches der Fenchelfrüchte. Im Vorfeld der Neubeurteilung von Fenchelfrüchten hatte die HMPC bereits 2023 eine Neubewertung der toxikologischen Eigenschaften von Estragol in einer «Scientific guideline» («Use of herbal medicinal products containing estragole») publiziert (EMA/HMPC/137212/2005 Rev 1 Corr 1*).<br type="_moz"></p><p>In pharmakologischen und toxikologischen Untersuchungen, in vitro und in vivo (Mäuse und Ratten), zeigen sich für reines Estragol in hohen Dosierungen dosisabhängige carcinogene, genotoxische und leberschädigende Wirkungen. Diese Daten sind nicht unmittelbar artübergreifend auf Menschen übertragbar. Zudem gelten sie zunächst nur für Estragol als Einzelsubstanz und nicht für Estragol in einem natürlichen Vielstoffgemisch. Aus Gründen eines vorbeugenden Verbraucher- bzw. Anwenderschutzes werden dennoch aus solchen Daten in sehr komplexen Vorgehensweisen Sicherheitsgrenzwerte kalkuliert. Auf der Basis solcher Abschätzungen und Berechnungen empfiehlt derzeit die HMPC, dass für Erwachsene insgesamt 0.05 mg Estragol pro Person und Tag als Grenzwert nicht überschritten werden sollen. Bei Kindern unter 12 Jahren sollte diese Tagesdosis unter 1.0 µg pro kg Körpergewicht liegen.<br type="_moz"></p><h4>Was ist neu in der Einschätzung der HMPC?<br type="_moz"></h4><p>Bereits in den beiden Monographien von 2007 wurde aufgrund fehlender Studien die Einnahme von Zubereitungen aus Fenchelfrüchten während Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei Kindern unter 4 Jahren nicht empfohlen.<br type="_moz"></p><p>Auszüge aus den beiden Fenchelfrüchte-Monographien von 2007 im Original: <br type="_moz"></p><p style="margin-left: 40px;"><em>4.4. Special warnings and precautions for Traditional use<br type="_moz"></em></p><p style="margin-left: 40px;"><em>The use is not recommended in children under 4 years of age due to the lack of adequate data and paediatrician advice should be sought.</em></p><p style="margin-left: 40px;"><em>4.6. Pregnancy and lactation for Traditional use. </em><br type="_moz"></p><p style="margin-left: 40px;"><em>There are no data from the use of fennel fruit in pregnant patients. It is unknown if fennel constituents are excreted in human breast milk. In the absence of sufficient data, the use during Superseded pregnancy and lactation is not recommended.</em><br type="_moz"></p><p>Vergleicht man die beiden Monographien von 2007 und 2024 miteinander, zeigt sich, dass die Empfehlungen gar nicht wesentlich voneinander abweichen. Die zwischenzeitlich durchgeführten Studien in Tierexperimenten führten aber zur Definition eines Grenzwertes für Estragol. Um diesen einhalten zu können, wurde die Empfehlung ausgesprochen, in der Schwangerschaft und Stillzeit auf fenchelhaltige Arzneimittel zu verzichten. Dies ist ein durchaus übliches Vorgehen bzgl. Empfehlungen in Schwangerschaft und Stillzeit und betrifft auch in der Schulmedizin einen Grossteil der Arzneimittel. Aus ethisch-rechtlichen Gründen ist es selten vertretbar, klinische Studien an der schwangeren und stillenden Frau vorzunehmen.<br type="_moz"></p><p>In den letzten Jahrzehnten (seit Publikation der beiden Fenchelfrüchte-Monographien von 2007) und seit Jahrhunderten im traditionellen Einsatz werden Produkte mit Fenchelfrüchten beim Menschen ohne nennenswerte bekannte Nebenwirkungen abgegeben. Auch gibt es bisher keine klinischen oder epidemiologischen Daten, die auf einen kausalen Zusammenhang zwischen der Aufnahme von Fenchelprodukten und carcinogenen, genotoxischen oder leberschädigenden Wirkungen am Menschen hindeuten. </p><p>Wir können die Konsequenzen der Swissmedic-Publikation zu Fenchel juristisch nicht abschliessend einschätzen. Sowohl die Swissmedic wie auch EMA/HMPC bezeichnen ihre Stellungnahmen als «vorläufige Empfehlung», die an die jeweilige wissenschaftliche Datenlage bzw. deren wissenschaftliche Interpretation angepasst werden kann. <br type="_moz"></p><p>Zudem deuten die genannten Massnahmen nicht darauf hin, dass zukünftig in der Schweiz keine fenchelfrüchtehaltigen Arzneimittel mehr verfügbar wären. Letztendlich schreibt die Swissmedic: «Auch gibt es Fencheltees, die als Nahrungsmittel verkauft werden. Diese Produkte gehören nicht in die Zuständigkeit von Swissmedic.» <br type="_moz"></p><p>So stehen wir nun in der Beratung zur Abgabe von fenchelfrüchtehaltigen Produkten zukünftig vermehrt vor der Entscheidung, entweder aus Vorsicht den behördlichen Empfehlungen zu folgen und Alternativen (z.B. Kamillentee) zu suchen, oder in Eigenverantwortung zu handeln und unter Angabe der korrekten Anwendung Teezubereitungen in pharmazeutischer Qualität oder Fertigarzneimittel mit Fenchelfrüchten weiterhin abzugeben.<br type="_moz"></p><p>Hier die Links zu den beiden Fenchelfrüchte-Monographien der HMPC:</p><p><a data-cke-saved-href="https://www.ema.europa.eu/en/medicines/herbal/foeniculi-dulcis-fructus" href="https://www.ema.europa.eu/en/medicines/herbal/foeniculi-dulcis-fructus" target="_blank" rel="noopener noreferrer">https://www.ema.europa.eu/en/medicines/herbal/foeniculi-dulcis-fructus</a><br type="_moz"></p><p><a data-cke-saved-href="https://www.ema.europa.eu/en/medicines/herbal/foeniculi-amari-fructus" href="https://www.ema.europa.eu/en/medicines/herbal/foeniculi-amari-fructus" target="_blank" rel="noopener noreferrer">https://www.ema.europa.eu/en/medicines/herbal/foeniculi-amari-fructus</a><br type="_moz"></p><h4>Ausblick<br type="_moz"></h4><p>Es ist zu hoffen, dass in den kommenden Jahren anwendungsorientiert sinnvolle toxikologische Untersuchungen zu Estragol in Fenchelzubereitungen durchgeführt werden, um das Gefährdungspotential von Fenchelzubereitungen aufgrund ihres Estragolgehaltes realitätsgerecht zu beurteilen. D.h. Estragol soll nicht als Einzelsubstanz, sondern als ein Bestandteil der Vielstoffgemische aus Fenchelfrüchten beurteilt werden. Die Wirkungen von Einzelsubstanzen in Vielstoffgemischen können – wie Untersuchungen mit anderen Reinsubstanzen zeigen – durch die anderen Bestandteile eines Vielstoffgemisches erheblich modifiziert werden. Produktanpassungen aufgrund der derzeit empfohlenen Grenzwerte an Estragol durch die Arzneimittelhersteller sind zu erwarten. <br type="_moz"></p><p>Wir vom Vorstand der SMGP, inklusive des wissenschaftlichen Beirats, hoffen Ihnen hiermit eine erste Orientierung aufgezeigt zu haben. Sobald sich die Sachlage ändert, werden wir Sie umgehend informieren.<br type="_moz"></p>]]&gt;]]></content:encoded>
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<title>Phytotherapie bei Erkältungserkrankungen – sinnvoll und wissenschaftlich belegt</title>
<link>https://smgp-sspm.ch/medienmitteilungen/detailview/article/114075</link>
<description><![CDATA[Wenn man derzeit die Tagespresse liest, dann scheint alles, was man seit Generationen, aber auch dank neuerer Forschungsergebnisse zur Behandlung von Erkältungserkrankungen...]]></description>
<pubDate>Wed, 13 Dec 2023 23:49:48 +0100</pubDate>
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<category>Aktualität</category>
<category>Stellungnahmen</category>
<category>Medienmitteilungen</category>
<category>Medienmitteilungen 2023</category>
<content:encoded><![CDATA[&lt;![CDATA[<p>Wenn man derzeit die Tagespresse liest, dann scheint alles, was man seit Generationen, aber auch dank neuerer Forschungsergebnisse zur Behandlung von Erkältungserkrankungen propagiert, plötzlich unwirksam zu sein.</p><p>Einen Schritt weiter geht sogar eine gerade unlängst publizierte Studie<a data-cke-saved-href="#_ftn1" href="#_ftn1" data-cke-saved-name="_ftnref1" name="_ftnref1" title="">[1]</a>, die festgestellt haben will, dass in den Schaufenstern von Schweizer Apotheken unwirksame Heilmittel oder von Swissmedic zugelassene Arzneimittel, für die es keine Studien geben soll, angepriesen werden.</p><p>Dem ist aber bei weitem nicht so<a data-cke-saved-href="#_ftn2" href="#_ftn2" data-cke-saved-name="_ftnref2" name="_ftnref2" title="">[2]</a>.</p><p>Bei den in der Schweiz zugelassenen pflanzlichen Arzneimitteln ist die jahrhundert- bis jahrtausendalte Erfahrung schon längt mit wissenschaftlichen Untersuchungen untermauert – für sehr viele pflanzliche Arzneimittel liegen inzwischen auch randomisierte, plazebokontrollierte klinische Studien vor.</p><p>Aber nochmals zurück zu den Erkältungen.</p><p>Dass Sonnenhutkraut (<em>Echinacea purpurea</em>) das Immunsystem moduliert und zur unterstützenden Behandlung von Erkältungen bis hin zur echten Grippe, auch zur Vermeidung von Komplikationen eingesetzt werden kann, bestätigen klinische Studien<a data-cke-saved-href="#_ftn3" href="#_ftn3" data-cke-saved-name="_ftnref3" name="_ftnref3" title="">[3]</a>,<a data-cke-saved-href="#_ftn4" href="#_ftn4" data-cke-saved-name="_ftnref4" name="_ftnref4" title="">[4]</a>.</p><p>Die frisch geriebene Ingwerwurzel (<em>Zingiber officinalis</em>) hat eine nachgewiesene antivirale Wirkung<a data-cke-saved-href="#_ftn5" href="#_ftn5" data-cke-saved-name="_ftnref5" name="_ftnref5" title="">[5]</a>,<a data-cke-saved-href="#_ftn6" href="#_ftn6" data-cke-saved-name="_ftnref6" name="_ftnref6" title="">[6]</a> und wird als Infus (mit Honig und Zitrone nicht nur als Geschmackskorrigens) bei Halsschmerzen schluckweise getrunken. PatientInnen berichten immer wieder, dass dadurch die Halsschmerzen deutlich gelindert werden und die Erkältung einen milden und vergleichsweise kurzen Verlauf nimmt.</p><p>Auch Salbeiblätter (<em>Salvia officinalis</em>) und Thymiankraut (<em>Thymus vulgaris</em>) als Tee oder Tinktur oder das ätherische Öl dieser beiden Arzneidrogen wirken nicht nur im Reagenzglas gegen Viren<a data-cke-saved-href="#_ftn7" href="#_ftn7" data-cke-saved-name="_ftnref7" name="_ftnref7" title="">[7]</a>,<a data-cke-saved-href="#_ftn8" href="#_ftn8" data-cke-saved-name="_ftnref8" name="_ftnref8" title="">[8]</a> und Bakterien<a data-cke-saved-href="#_ftn9" href="#_ftn9" data-cke-saved-name="_ftnref9" name="_ftnref9" title="">[9]</a>,<a data-cke-saved-href="#_ftn10" href="#_ftn10" data-cke-saved-name="_ftnref10" name="_ftnref10" title="">[10]</a>, sondern auch bei erkälteten PatientInnen.</p><p>Wie immer ist es eine Frage der Dosierung und der Qualität des verwendeten Präparates, ob die postulierte Wirkung auch wirklich erreicht wird. Eine Beratung in einer auf Phytotherapie spezialisierten Apotheke (s.a. https://smgp-sspm.ch/apotheken-liste) ist einer Empfehlung aus einer Tageszeitung oder einem Konsumentenheftli jedenfalls immer vorzuziehen.</p><div><p><br></p><hr size="1"><div id="ftn1"><p><a data-cke-saved-href="#_ftnref1" href="#_ftnref1" data-cke-saved-name="_ftn1" name="_ftn1" title="">[1]</a> Känzig T, et al. Does the advertisement in Swiss pharmacy windows rest on evidence-based medicine? An observational study. BMJ Open. 2023 Sep 19;13(9):e069186.</p></div><div id="ftn2"><p><a data-cke-saved-href="#_ftnref2" href="#_ftnref2" data-cke-saved-name="_ftn2" name="_ftn2" title="">[2]</a> Germann M. et al. Immunstimulation zur Prävention und Therapie von akuten</p><p>Luftwegsinfektionen. Primary and Hospital Care. 2019;19(11):345–349.</p></div><div id="ftn3"><p><a data-cke-saved-href="#_ftnref3" href="#_ftnref3" data-cke-saved-name="_ftn3" name="_ftn3" title="">[3]</a> Sumer J, et al. Novel Echinacea formulations for the treatment of acute respiratory tract infections in adults-A randomized blinded controlled trial. Front Med (Lausanne). 2023 Apr 17;10:948787.</p></div><div id="ftn4"><p><a data-cke-saved-href="#_ftnref4" href="#_ftnref4" data-cke-saved-name="_ftn4" name="_ftn4" title="">[4]</a> Ogal M, et al. Echinacea reduces antibiotic usage in children through respiratory tract infection prevention: a randomized, blinded, controlled clinical</p><p>trial. Eur J Med Res. 2021 Apr 8;26(1):33.</p></div><div id="ftn5"><p><a data-cke-saved-href="#_ftnref5" href="#_ftnref5" data-cke-saved-name="_ftn5" name="_ftn5" title="">[5]</a> da Silva Pamplona L, Cristina Silva N. The promising activita of <em>Zingiber officinale</em> (ginger) against Covid-19: A literature review. Health and Society, 2023;3(02), 764 – 811.<br type="_moz"></p></div><div id="ftn6"><p><a data-cke-saved-href="#_ftnref6" href="#_ftnref6" data-cke-saved-name="_ftn6" name="_ftn6" title="">[6]</a> Abdollah J, et al. Therapeutic potential of ginger against COVID-19: Is there enough evidence? J. Trad, Chin. Med. Sci. 2021;8(4),267-279.</p></div><div id="ftn7"><p><a data-cke-saved-href="#_ftnref7" href="#_ftnref7" data-cke-saved-name="_ftn7" name="_ftn7" title="">[7]</a> Catella C, Camero M, Lucente MS, Fracchiolla G, Sblano S, Tempesta M, Martella V, Buonavoglia C, Lanave G. Virucidal and antiviral effects of <em>Thymus vulgaris</em> essential oil on feline coronavirus. Res Vet Sci. 2021 Jul;137:44-47.<br type="_moz"></p></div><div id="ftn8"><p><a data-cke-saved-href="#_ftnref8" href="#_ftnref8" data-cke-saved-name="_ftn8" name="_ftn8" title="">[8]</a> Abou Baker DH, et al. Antiviral activity of <em>Lavandula angustifolia</em> L. and <em>Salvia officinalis</em> L. essential oils against avian influenza H5N1 virus. J Agric Food Res. 2021 Jun;4:100135.</p></div><div id="ftn9"><p><a data-cke-saved-href="#_ftnref9" href="#_ftnref9" data-cke-saved-name="_ftn9" name="_ftn9" title="">[9]</a> Roua M, et al. Chemical composition of <em>Thymus vulgaris</em> extracts and antibacterial activity against pathogenic multidrug resistance bacteria. Physiological and Molecular Plant Pathology. 2022;117:101745.</p></div><div id="ftn10"><p><a data-cke-saved-href="#_ftnref10" href="#_ftnref10" data-cke-saved-name="_ftn10" name="_ftn10" title="">[10]</a> Mendes FSF, et al. Antibacterial activity of <em>Salvia officinalis</em> L. against periodontopathogens: An in&nbsp;vitro study. Anaerobe. 2020 Jun;63:102194.</p></div></div>]]&gt;]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title>Pflanzliche Hustensäfte bei Kindern: Choosing-wisely-Empfehlungen lösen Irritationen aus</title>
<link>https://smgp-sspm.ch/medienmitteilungen/detailview/article/91187</link>
<description><![CDATA[Die im Sommer 2021 publizierten Empfehlungen der Schweizerischen Gesellschaft für Pädiatrie (SGP), dass u.a. pflanzliche Hustensäfte nicht an Kinder abgegeben...]]></description>
<pubDate>Mon, 08 Jul 2024 23:24:53 +0200</pubDate>
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<category>Medienmitteilungen</category>
<category>Medienmitteilungen 2021</category>
<content:encoded><![CDATA[&lt;![CDATA[<div><div><div>Die im Sommer 2021 publizierten Empfehlungen der Schweizerischen Gesellschaft für Pädiatrie (SGP), dass u.a. pflanzliche Hustensäfte nicht an Kinder abgegeben bzw. nicht für Kinder verschrieben werden sollen, weil sie unwirksam seien und potentiell schwerwiegende Nebenwirkungen haben sollen, hat grosse Verwirrung und Irritation unter den praktizierenden KinderärztInnen ausgelöst.&nbsp;<br type="_moz"></div></div><div><div><br></div></div><div><div>Liest man in der Literatur, die gemäss der Internetseite von Smarter Medicine (<a data-cke-saved-href="https://www.smartermedicine.ch/de/top-5-listen/paediatrie.html" href="https://www.smartermedicine.ch/de/top-5-listen/paediatrie.html">https://www.smartermedicine.ch/de/top-5-listen/paediatrie.html</a>)&nbsp;als Referenz angeben ist, nach, stellt man fest, dass sich keine (!) der angegeben Studien konkret auf Arzneipflanzen bezieht. Schaut man sich auch noch die weiterführende Literatur, die auf Rückfrage von der SGP zur Verfügung gestellt wurde, an, findet sich nur ein einziger Review-Artikel, der von der Wirkung von Echinacea bei einer Erkältung nicht ganz überzeugt ist. Aber auch hier steht nichts von “potentiell schwerwiegenden Nebenwirkungen”. Da aber Echinacea nicht als Hustensaft eingesetzt wird, ist diese Aussage auch nicht relevant.&nbsp;</div></div><div><div><br></div></div><div><div>Es kann damit festgehalten werden: Die bei Husten üblicherweise in der Phytotherapie eingesetzten Arzneipflanzen wie beispielsweise Efeu, Thymian, Geranie (Pelargonium) oder Spitzwegerich haben sich seit Jahrzehnten in der pädiatrischen Praxis bewährt. Auf pubmed finden sich zahlreiche Studien auch jüngeren Datums, die die Wirksamkeit von Efeu-Extrakten und Pelargonium bei Kindern mit Husten bei guter Verträglichkeit belegen.&nbsp;</div></div><div><div><br></div></div><div><div>Mit der direkten Suche “herbal AND cough AND adverse events AND children” in der pubmed-Datenbank findet man acht Studien, wovon fünf sich mit chinesischen Arzneidrogen befassen (von denen hier nicht die Rede ist) und zwei mit Efeu und eine mit Pelargonium. In diesen drei Studien mit Efeu und Pelargonium steht als Konklusion "Safety was confirmed and corresponded to literature findings. Five adverse events classified as mild and non-serious were reported (1.9%).&nbsp;” sowie “Tolerability was rated as between 'good' and 'high'. Adverse events were rare or non-existent in almost all studies, and those that were reported were defined as non-serious and not drug-related" und "Adverse events occurred in 26/2099 (1.2%) patients. Serious adverse events were not reported.“&nbsp;</div></div><div><div><br></div></div><div><div>Zusätzlich bezieht sich die SGP auf die kanadischen Empfehlungen, welche seit längerem von Hustensirupen ganz allgemein (d.h. ohne die pflanzlichen Säfte explizit zu erwähnen) bei Kindern abraten:&nbsp;<a data-cke-saved-href="https://choosingwiselycanada.org/paediatrics/" href="https://choosingwiselycanada.org/paediatrics/">https://choosingwiselycanada.org/paediatrics/</a>.&nbsp;Nun muss man aber wissen, dass in Kanada die meisten pflanzlichen Zubereitungen, darunter auch pflanzliche Hustensäfte, gar nicht als Arzneimittel registriert, sondern als “Natural Health Products” auf dem Markt sind, was in etwa unseren Nahrungsergänzungsmitteln entspricht. D.h. die stehen in Kanada gar nicht zur Diskussion. Eine weitere kanadische Empfehlung richtet sich in erster Linie auch an die Eltern, damit diese nicht wahllos verschiedene Präparate kombinieren:&nbsp;<a data-cke-saved-href="https://recalls-rappels.canada.ca/en/alert-recall/health-canada-reminds-parents-not-give-cough-and-cold-medication-children-under-6" href="https://recalls-rappels.canada.ca/en/alert-recall/health-canada-reminds-parents-not-give-cough-and-cold-medication-children-under-6">https://recalls-rappels.canada.ca/en/alert-recall/health-canada-reminds-parents-not-give-cough-and-cold-medication-children-under-6</a></div></div><div><div><br></div></div><div><div>Die SMGP empfiehlt daher weiterhin die Phytotherapie als Methode der Wahl bei Husten für Kinder einzusetzen. Sie empfiehlt ausserdem, sich an die von Swissmedic zugelassenen und in den Fach- und Patienteninformationen gegebenen Dosierungen zu halten und bei anderen Zubereitungen und Rezepturen sich an den in der Literatur genannten Dosierungen zu orientieren. Von Kombinationsarzneimitteln mit chem.-synthetischen Hustenmittel wird abgeraten.<br type="_moz"></div></div></div>]]&gt;]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title> Echinacea – ein Klassiker mit Potential </title>
<link>https://smgp-sspm.ch/medienmitteilungen/detailview/article/91188</link>
<description><![CDATA[Die SMGP begrüsst es sehr, dass bewährte pflanzliche Arzneimittel wissenschaftlich auf ihre potenziell günstige Wirkung im Zusammenhang mit Covid-19 beforscht...]]></description>
<pubDate>Mon, 08 Jul 2024 23:25:31 +0200</pubDate>
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<category>Medienmitteilungen</category>
<category>Medienmitteilungen 2020</category>
<content:encoded><![CDATA[&lt;![CDATA[<div>Die SMGP begrüsst es sehr, dass bewährte pflanzliche Arzneimittel wissenschaftlich auf ihre potenziell günstige Wirkung im Zusammenhang mit Covid-19 beforscht werden.<br><br>In diesem Zusammenhang sehen wir auch die aktuelle experimentelle Studie In vitro virucidal activity of Echinaforce®, an Echinacea purpurea preparation, against coronaviruses, including common cold coronavirus 229E and SARS-CoV-2. Signer et al., Virology Journal 2020 17:136.<br><br>Insbesondere die zusammenfassende Einschätzung ist nachvollziehbar: These results show that Echinaforce® is virucidal against HCoV-229E, upon direct contact and in an organotypic cell culture model.&nbsp;Furthermore, MERS-CoV and both SARS-CoV-1 and SARS-CoV-2 were inactivated at similar concentrations of the extract. Therefore we hypothesize that&nbsp;Echinacea purpurea&nbsp;preparations, such as Echinaforce®, could be effective as prophylactic treatment for all CoVs due to their structural similarities. (Diese Ergebnisse zeigen, dass Echinaforce® bei direktem Kontakt und in einem organtypischen Zellkulturmodell viruzid gegen HCoV-229E wirkt. Darüber hinaus wurden MERS-CoV und sowohl SARS-CoV-1 als auch SARS-CoV-2 bei ähnlichen Konzentrationen des Extrakts inaktiviert. Daher stellen wir die Hypothese auf, dass Echinacea purpurea-Präparate wie Echinaforce® aufgrund ihrer strukturellen Ähnlichkeiten als prophylaktische Behandlung für alle CoVs wirksam sein könnten).<br><br>Diese Studie kann auch im Kontext anderer vergleichbarer experimentell-wissenschaftlicher Arbeiten zu diversen pflanzlichen Zubereitungen gesehen werden. Interessant an der aktuellen Untersuchung ist, dass darin eine Zubereitung verwendet wurde, die bei anderen Indikationen und zumindest teilweise wohl auch anderen Dosierungen bereits umfangreich therapeutisch eingesetzt wird. Aufgrund der Übertragungsmöglichkeiten klinischer Daten (v.a. zur Verträglichkeit) könnte unter diesem Gesichtspunkt, wenn noch wesentlich mehr experimentelle und relevante klinische Daten vorliegen, Echinacea auch in der aktuellen Situation therapeutisch eine sinnvolle Option sein.<br><br>Siehe auch SMGP-Vorschläge: <a data-cke-saved-href="http://archiv.smgp.ch/smgp/homeindex/forschungf/2020/CoronaDSept2020.pdf" href="http://archiv.smgp.ch/smgp/homeindex/forschungf/2020/CoronaDSept2020.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Unterstützende Massnahmen zur Vorbeugung und Behandlung von viralen Infektionen der Atemwege (pdf)</a>.<br type="_moz"></div>]]&gt;]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title>Übergabe der Geschäftsleitung von Prof. Dr. Beat Meier an Dr. Franz Huber </title>
<link>https://smgp-sspm.ch/medienmitteilungen/detailview/article/91191</link>
<description><![CDATA[Nach intensiven und erfolgreichen Jahren in der Geschäftsleitung der SMGP gibt Prof. Dr. Beat Meier per 1. Juli 2020 die Aufgabe und Verantwortung weiter an Dr....]]></description>
<pubDate>Mon, 08 Jul 2024 23:26:08 +0200</pubDate>
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<category>Medienmitteilungen</category>
<category>Medienmitteilungen 2020</category>
<content:encoded><![CDATA[&lt;![CDATA[<div>Nach intensiven und erfolgreichen Jahren in der Geschäftsleitung der SMGP gibt <a data-cke-saved-href="https://smgp-sspm.ch/vorstand" href="https://smgp-sspm.ch/vorstand" target="_blank">Prof. Dr. Beat Meier</a> per 1. Juli 2020 die Aufgabe und Verantwortung weiter an <a data-cke-saved-href="https://smgp-sspm.ch/vorstand" href="https://smgp-sspm.ch/vorstand" target="_blank">Dr. Franz Huber</a>. Ab diesem Datum läuft die SMGP Korrespondenz über folgende Kanäle:<br><br>Dr. Franz Huber<br>Geschäftsleitung<br>Schweizerische Medizinische Gesellschaft für Phytotherapie SMGP<br>c/o Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften<br>Life Science and Facility Management<br>CH - 8820 Wädenswil<br>Tel. +41 77 508 15 45<br><a data-cke-saved-href="mailto:f.huber@smgp.ch" href="mailto:f.huber@smgp.ch">E-Mail</a><br><br>Fragen zur Mitgliedschaft können weiterhin direkt an die Mitgliederadministration gerichtet werden:<br><br>Dr. Maja Dal Cero<br>SMGP/SSPM<br>Schweizerische Medizinische Gesellschaft für Phytotherapie<br>Finanzen und Administration<br>Mühlenstrasse 21<br>8200 Schaffhausen.<br>Tel: 076 480 24 35<br><a data-cke-saved-href="mailto:m.dalcero@smgp.ch" href="mailto:m.dalcero@smgp.ch">E-Mail</a><br><br>Die SMGP dankt Beat Meier herzlich für seine langjährige Arbeit für die Phytotherapie und die SMGP, und freut sich, ihn weiterhin in verschiedenen Funktionen zur Seite zu haben!<br type="_moz"></div>]]&gt;]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title>Virale Erkrankungen: SMGP-Empfehlungen weiterhin aktuell </title>
<link>https://smgp-sspm.ch/medienmitteilungen/detailview/article/91192</link>
<description><![CDATA[Die Empfehlungen der SMGP im Zusammenhang mit viralen Atemwegserkrankungen gelten weiterhin.]]></description>
<pubDate>Mon, 08 Jul 2024 23:26:26 +0200</pubDate>
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<category>Medienmitteilungen</category>
<category>Medienmitteilungen 2020</category>
<content:encoded><![CDATA[&lt;![CDATA[<div>Dies, auch wenn neuerdings die Französische Behörde für Lebensmittelsicherheit, Umweltschutz und Arbeitsschutz (ANSES) empfiehlt, die Einnahme von bestimmten pflanzlichen Nahrungsergänzungsmittel zu sistieren, wenn erste Symptome einer COVID-19-Infektion auftreten. Diese Empfehlung wurde aufgrund der Diskussion um Paracetamol und NSAR im Zusammenhang mit COVID-19 ausgesprochen. Dabei stehen nicht nur Pflanzen, die kleine Mengen an Salicylsäure-Derivate enthalten, im Fokus, sondern auch solche, deren antiinflammatorische und immunmodulierende Wirkung seit langem bekannt ist.<br>Die Extrapolation der Effekte von chemisch-synthetischen NSAR, die als Einzelsubstanzen eingesetzt werden, auf pflanzliche Vielstoffgemische ist rein theoretisch, entbehrt des naturwissenschaftlichen Beweises und widerspricht den bisherigen Beobachtungen in der Praxis.<br>Obwohl das von ANSES beauftragte Expertenteam einräumt, dass die wissenschaftliche Datenlage nicht eindeutig sei, "glaubt" dieses Expertenteam, dass Echinacea, Harpagophytum, Curcuma, Uncaria und Boswellia das natürliche Immunsystem bei der Abwehr von Coronaviren vom Typ COVID-19 negativ beeinflussen könne.<br><br>Dieser sehr vagen Vermutung ist entgegenzuhalten, dass beispielsweise pflanzliche Arzneimittel mit Echinacea wissenschaftlich intensiv untersucht wurden und die positive unterstützende Wirkung dieser Arzneipflanze bei viralen Atemwegserkrankungen mehrfach gezeigt werden konnte.<br>Echinacea und auch andere der genannten Arzneipflanzen werden übrigens in der Schweiz als Arzneimittel eingesetzt. ANSES dagegen hat Nahrungsergänzungsmittel im Fokus.<br><br>Die SMGP setzt sich seit über 30 Jahren für die Verwendung von Arzneipflanzen als Arzneimittel ein, da diese eine Beratung benötigen, die für eine erfolgreiche Phytotherapie immer notwendig ist. So wird auch in den Empfehlungen der SMGP (<a data-cke-saved-href="https://www.smgp.ch/smgp/homeindex/forschung.html" href="https://www.smgp.ch/smgp/homeindex/forschung.html" target="_top">unter Forschung 2020</a>) explizit vor der Anwendung von Arzneipflanzenzubereitungen eine Fachberatung durch (in Phytotherapie ausgebildete) ApothekerInnen und ÄrztInnen empfohlen.<br><br>Quellen:<br>- <a data-cke-saved-href="https://www.anses.fr/en/content/anses-warns-against-taking-food-supplements-could-lower-body’s-immune-response" href="https://www.anses.fr/en/content/anses-warns-against-taking-food-supplements-could-lower-body%E2%80%99s-immune-response" target="_blank" rel="noopener noreferrer">https://www.anses.fr/en/content/anses-warns-against-taking-food-supplements-could-lower-body's-immune-response</a><br>- <a data-cke-saved-href="https://www.researchsquare.com/article/rs-15282/v1" href="https://www.researchsquare.com/article/rs-15282/v1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">https://www.researchsquare.com/article/rs-15282/v1</a><br>- <a data-cke-saved-href="http://archiv.smgp.ch/smgp/homeindex/forschungf/2020/Schapowal.pdf" href="http://archiv.smgp.ch/smgp/homeindex/forschungf/2020/Schapowal.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dr. Andreas Schapowal. "Use of Echinaforce to Prevent Coronavirus Infections". EC Microbiology SI.02 (2020): 23-25</a><br type="_moz"></div>]]&gt;]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title> Hyperforinarme Johanniskrautextrakte ohne klinisch relevante pharmakokinetische Interaktionen </title>
<link>https://smgp-sspm.ch/medienmitteilungen/detailview/article/91193</link>
<description><![CDATA[Seit etwa 20 Jahren wird über das pharmakokinetische Interaktionspotential von Johanniskraut diskutiert. ]]></description>
<pubDate>Mon, 08 Jul 2024 23:26:48 +0200</pubDate>
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<category>Medienmitteilungen</category>
<category>Medienmitteilungen 2020</category>
<content:encoded><![CDATA[&lt;![CDATA[<div>Ein Zusammenhang mit dem Hyperforingehalt wird dabei schon seit einiger Zeit postuliert. "In drei klinischen Interaktionsstudien konnte nun gezeigt werden, dass die Pharmakokinetik von 10 Arzneistoffen, die über das Cytochrom P450-System verstoffwechselt bzw. über P-Glycoprotein transportiert werden, nicht in einer klinisch relevanten Weise verändert wird." So steht es nun auch neu seit 8.1.2020 in der Fach- und Patienteninformation der hyperforinarmen (weniger als 1 mg Hyperforin pro Tagesdosis) Johanniskrautpräparate der Firma Zeller (s. Spezialitätenliste). Die bisher aufgeführten Interaktionen im Zusammenhang mit den untersuchten Stoffwechsel- und Transportwegen wurden von Swissmedic gestrichen. Wir freuen uns, dass hiermit einmal mehr gezeigt werden konnte, wie wichtig eine differenzierte Betrachtung der verschiedenen Extrakte der gleichen Pflanzen ist und dass pauschale Aussagen bzgl. eines möglichen Gefährdungspotentials sehr kritisch betrachtet werden müssen. Hinzuweisen ist, dass die klinische Wirksamkeit aller aktuell bei Swissmedic zugelassenen Johanniskrautpräparate hinreichend belegt ist und die Interaktionsproblematik nur bei Multimedikation ein Problem darstellt.<br><br>Auch die ESCOP hat die neuste Publikation kommentiert:<br><a data-cke-saved-href="https://escop.com/no-clinically-relevant-interactions-hypericum-low-hyperforin/" href="https://escop.com/no-clinically-relevant-interactions-hypericum-low-hyperforin/" target="_blank">https://escop.com/no-clinically-relevant-interactionkks-hypericum-low-hyperforin/</a> <br><br>Quellen:<br>- <a data-cke-saved-href="https://compendium.ch/de/News/16887" href="https://compendium.ch/de/News/16887" target="_blank">https://compendium.ch/de/News/16887</a><br>- Will-Shahab L., Bauer S., Kunter U., Roots I., Brattström A. St John's wort extract (Ze 117) does not alter the pharmacokinetics of a low-dose oral contraceptive. Eur J Clin Pharmacol, 2009, 65(3), 287-94. <a data-cke-saved-href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19015839" href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19015839" target="_blank">doi: 10.1007/s00228-008-0587-2</a><br>- Zahner C., Kruttschnitt E., Uricher J., Lissy M., Hirsch M., Nicolussi S., Krähenbühl S., Drewe J. No Clinically Relevant Interactions of St. John's Wort Extract Ze 117 Low in Hyperforin With Cytochrome P450 Enzymes and P-glycoprotein. Clin Pharmacol Ther, 2019, 106(2), 432-440. <a data-cke-saved-href="https://ascpt.onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1002/cpt.1392" href="https://ascpt.onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1002/cpt.1392" target="_blank">doi: 10.1002/cpt.1392</a><br>- Nicolussi S., Drewe J., Butterweck V., Meyer Zu Schwabedissen H.E. Clinical relevance of St. John's wort drug interactions revisited. Br J Pharmacol, 2019 2020 Mar;177(6):1212-1226. <a data-cke-saved-href="https://bpspubs.onlinelibrary.wiley.com/doi/pdf/10.1111/bph.14936" href="https://bpspubs.onlinelibrary.wiley.com/doi/pdf/10.1111/bph.14936" target="_blank">doi: 10.1111/bph.14936</a><a data-cke-saved-href="https://www.smgp.ch/smgp/homeindex/forschungf/2020/Schapowal.pdf" href="https://www.smgp.ch/smgp/homeindex/forschungf/2020/Schapowal.pdf" target="_blank"></a><br></div>]]&gt;]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title>SMGP-Vorschläge zum Umgang mit dem derzeit viralen Infektionsrisiko der Atemwege</title>
<link>https://smgp-sspm.ch/medienmitteilungen/detailview/article/91194</link>
<description><![CDATA[Die SMGP hat sich aufgrund der verschiedenen Anfragen entschlossen, die Empfehlungen des BAG zum Schutz vor viralen Infektionen der Atemwege mit phytotherapeutischen...]]></description>
<pubDate>Mon, 08 Jul 2024 23:27:09 +0200</pubDate>
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<category>Medienmitteilungen</category>
<category>Medienmitteilungen 2020</category>
<content:encoded><![CDATA[&lt;![CDATA[<div>Die SMGP hat sich aufgrund der verschiedenen Anfragen entschlossen, die Empfehlungen des BAG zum Schutz vor viralen Infektionen der Atemwege mit phytotherapeutischen Optionen zu erweitern.<br><br>Diese Vorschläge finden sich <a data-cke-saved-href="http://archiv.smgp.ch/smgp/homeindex/forschung.html" target="_blank" href="http://archiv.smgp.ch/smgp/homeindex/forschung.html">unter Forschung 2020</a>.<br type="_moz"></div>]]&gt;]]></content:encoded>
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